{"id":285,"date":"2014-09-09T19:32:40","date_gmt":"2014-09-09T17:32:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mibs.me\/?p=285"},"modified":"2014-09-13T15:26:30","modified_gmt":"2014-09-13T13:26:30","slug":"shuniha-rossport-marathon-white-river-sault-saint-marie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mibs.me\/?p=285","title":{"rendered":"Shuniah \/ Rossport \/ Marathon \/ White River \/ Sault Ste. Marie"},"content":{"rendered":"<p>Am ersten Tag fuhr ich fr\u00fch am Morgen los hatte einen kr\u00e4ftigen Gegenwind. Da die Strecke sehr h\u00fcglig war, brauchte ich viel Kraft, um mein Zwischenziel nach 85 km in Nipigon zu erreichen, welches am N\u00f6rdlichen Ende des Lake Superior liegt. Dort kaufte ich mal wieder was zu Essen und verpflegte mich in einem wundersch\u00f6nen Restaurant, dass eher eine Wohnstube war. Da ich anschliessend R\u00fcckenwind hatte, fuhr ich bis zu meinem Nachtlager nochmals 76 Kilometer, wobei die letzen Kilometer wieder wie in den Rockys waren. Diesmal aber nicht 5 Minuten hoch, sondern 30 min und anschliessend 3 min runter. Der Campingplatz lag direkt am See und ich hatte zum einschlafen Seerauschen. Obwohl kein Regen angesagt war, regnete es am Abend und ich verpackte am Morgen mein Zelt wieder einmal nass in meinen Sack.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag f\u00fchrte mich die Strecke gleich mal wieder 45 min den Berg hoch. Und den ganzen Tag gings so weiter, bis ich nach 111 Kilometer mein Ziel in Marathon erreichte, wo der Zeltplatz an einem See lag. Ich stellte mein Zelt so auf, dass ich mit der Morgensonne erwachte. Da ich in meinem Zelt kein WIFI hatte und ich nur ein sehr schwaches Signal in der Mitte des Zeltplatzes hatte, setzte ich mich auf eine Bank und beantwortete schnell eine E-Mail. Und siehe da, es kamen nicht mehr viele M\u00fccken, sondern aus meinen Augenwinkel sah ich, wie ein schwarzes Biest aus meinem Gesicht flog. Ja, dass war jetzt also ein Black Fly (Kriebelm\u00fccke) Anstatt nur Blut zu saugen, essen die auch noch gleich ein St\u00fcck Haut. Macht also noch ein bisschen mehr weh am zweiten Tag, aber tja, was solls, auch die Haut muss mal erneuert werden ;-).<\/p>\n<p>Am dritten Tag merkte ich in meinen Beinen noch die beiden Vortage und beschloss aus diesem Grund nicht gleich nach Wawa zu ziehen, sondern wollte in White River \u00fcbernachten. Tja, und da ich bis jetzt von Defekten verschont blieb muss ja mal einer kommen, Und dann halt nicht nur ein 08\/15 Defekt, sondern den gleich ein Richtiger. 5 Kilometer vor White River bei einer leichten Steigung, knackte es laut am Hinterrad und ich konnte anschliessend nicht mehr in die drei gr\u00f6ssten G\u00e4nge schalten. Ich erreichte aber noch White River, suchte mir ein Motel, da er \u00fcber Nacht starken Regen voraus sagte und stellte mein Zelt zum trocknen auf. Als ich anschliessend mein Hinterrad untersuchte und es aus der Halterung nahm, sah ich einen Riss im Aussengeh\u00e4use des Kugellager (Weis nicht so genau wie es heisst). Die Kugel flogen raus und auch alle G\u00e4nge hielten nicht mehr. Also, los zur Rezeption und nachfragen, ob es einen Fahrradmechaniker im Dorf gibt oder ob ich ein Auto mieten kann. Leider verneinte sie beides, sagte mir aber, ich solle mal in der Garage nachfragen. Dort telefonierten sie einem Steve, der fr\u00fcher mal Fahrr\u00e4der repariert habe. Dieser kam sogleich zum Motel und sagte nach kurzem anschauen, ich sei relativ aufgeschmissen. Er habe kein Lager mehr und h\u00e4tte vermutlich auch dieses Teil nicht gehabt. Ich k\u00f6nne entweder mit dem Bus nach Sault Ste Marie oder mir eins schicken lassen von dort. Oder das beste sei, mit dem Rad gleich zu gehen, dann bek\u00e4me ich sicher das Richtige.<\/p>\n<p>Tja, nun wie komme ich und mein Rad nach Sault Ste. Marie. Truck? Ich fragte einen Truckdriver und dieser sagte mir, er denke nicht das ich mitgenommen werde, wenn ich an der Strasse stehen w\u00fcrde. Zug? Dieser f\u00e4hrt nach Auskunft der Rezeption erst am Mittwochmorgen. Bus? Der f\u00e4hrt zwar jeden Tag, aber Platz f\u00fcr das Fahrrad wird knapp. Also beschloss ich, mal Essen einkaufen zu gehen und mal bei den Tankstellen zu schauen, ob sich vielleicht eine Mitfahrgelegenheit ergeben k\u00f6nnte. Da es am n\u00e4chsten Tag regnen k\u00f6nnte, w\u00e4re ja heute eigentlich super. Zuerst sah ich einen Camper mit zwei jungen Personen. Da es aber ziemlich schmudlig drin aussah, beschloss ich, weiter zu laufen. Ich hatte einen sch\u00f6nen Camper gesehen, welcher gerade an die Tankstelle fuhr. Als ich das Schild vom Zugfahrzeug anschaute, fiel mir sogleich auf, dass neben dem Schild ein CH Kleber auf der linken Seite und ein Schweizersticker auf der rechten Seite war. Und ganz links war noch ein Sticker mit dem Wappen von Graub\u00fcnden. Ich dachte f\u00fcr mich, w\u00e4re ja Perfekt und sprach die Fahrerin gleich an. Und ja, was eigentlich fast nicht zum glauben ist, sie war sogleich bereit, mich und mein Rad mit zu nehmen. Also, zur\u00fcck zum Motel, hoffen, dass ich nicht den ganzen Betrag f\u00fcr`s Zimmer bezahlen muss. Schnell zusammenpacken, dass Zelt war ja immer noch aufgestellt. Packtaschen in den Sportsack und los. Meine freundliche Helferin war Maya und lebt seit vielen Jahren in Toronto. Sie sagte mir, sie wolle noch in einem Park \u00fcbernachten und erst am n\u00e4chsten Tag Sault Ste. Marie erreichen. F\u00fcr mich absolut kein Problem, war ja nur froh, von hier weg zu kommen. Sie sprach sehr gut schweizerdeutsch und wir hatten eine Interessante fahrt.<\/p>\n<p>Am vierten Tag etwa 100 km vor Sault Ste. Marie \u00fcberholten wir zwei Fahrradfahrer mit Schweizer Flagge. Es war das Luzerner P\u00e4rchen. Wir redeten kurz mit ihnen und fuhren anschliessend weiter. Der erste Fahrradshop hatte diese Woche geschlossen und w\u00e4re eigentlich Top gelegen. Tja, also ab in die Stadt und zum n\u00e4chsten. Dieser hatte offen, der Mechaniker war aber in der Mittagspause. Ich ging also in ein Cafe zum warten und nach ca. 1,5 h Stunde kam der Besitzter und sagte mir, dass er kein solches Rad innerhalb von einer Woche organisieren k\u00f6nne. Er k\u00f6nne aber ein anderes anbringen und dies brauche nur ca. 2 Stunden. W\u00fcrde aber einiges kosten. Tja, was soll ich machen, meine Beine wollen weiter und ich auch. Also kl\u00e4rte ich bei ihm noch schnell ab, ob es mein Gewicht mit all den Taschen auch tragen w\u00fcrde und dies best\u00e4tigte er mir.<\/p>\n<p>Nun also sitze ich im Cafe und warte, bis ich mein Rad bekomme. Daher lade ich noch keine Bilder von dieser genial sch\u00f6nen Gegend rund um den See auf die Seite. Kommen dann ein wenig sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Und zum Schluss, einen grossen Dank an Maya, ohne dich w\u00e4re ich vermutlich nie so schnell nach Sault Ste. Marie gekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am ersten Tag fuhr ich fr\u00fch am Morgen los hatte einen kr\u00e4ftigen Gegenwind. Da die Strecke sehr h\u00fcglig war, brauchte ich viel Kraft, um mein Zwischenziel nach 85 km in Nipigon zu erreichen, welches am N\u00f6rdlichen Ende des Lake Superior liegt. Dort kaufte ich mal wieder was zu Essen und verpflegte mich in einem wundersch\u00f6nen Restaurant, dass eher eine Wohnstube war. Da ich anschliessend R\u00fcckenwind hatte, fuhr ich bis zu meinem Nachtlager nochmals 76 Kilometer, wobei die letzen Kilometer wieder wie in den Rockys waren. Diesmal aber nicht 5 Minuten hoch, sondern 30 min und anschliessend 3 min runter. Der Campingplatz lag direkt am See und ich hatte zum einschlafen Seerauschen. Obwohl kein Regen angesagt war, regnete es am Abend und ich verpackte am Morgen mein Zelt wieder einmal nass in meinen Sack. Am zweiten Tag f\u00fchrte mich die Strecke gleich mal wieder 45 min den Berg hoch. Und den ganzen Tag gings so weiter, bis ich nach 111 Kilometer mein Ziel in Marathon erreichte, wo der Zeltplatz an einem See lag. Ich stellte mein Zelt so auf, dass ich mit der Morgensonne erwachte. Da ich in meinem Zelt kein WIFI hatte und ich nur ein sehr schwaches Signal in der Mitte des Zeltplatzes hatte, setzte ich mich auf eine Bank und beantwortete schnell eine E-Mail. Und siehe da, es kamen nicht mehr viele M\u00fccken, sondern aus meinen Augenwinkel sah ich, wie ein schwarzes Biest aus meinem Gesicht flog. 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